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ANTI HEROES

8/3/2026 – 7/6/2026 Villa Merkel - Galerie der Stadt Esslingen am Neckar
 

Joschua Yesni Arnaut / Fabio Baroli / Miriam Cahn / Boris De Beijer / Neckar Doll / Natacha Donzé / Marina Faust / Evgenij Gottfried / Jasmine Gregory / Katharina Grosse / Constantin Hartenstein / Roni Horn / Rindon Johnson / Aneta Kajzer / Julian-Jakob Kneer / Schirin Kretschmann / Erica Lambertson / Thomas Liu Le Lann / Annette Merkenthaler / Lucas Muñoz Muñoz / Michael Sailstorfer / Tobias Spichtig / Gabriella Torres-Ferrer / Raphaela Vogel / Jaime Welsh / Karla Zipfel
 

Anti Heroes präsentiert eine Auswahl aus der Sammlung Jakob und macht deren zentrales Anliegen sichtbar: das Sammeln und Präsentieren zeitgenössischer Kunst jenseits kunsthistorischer Systeme, Klassifizierungen und marktgetriebener Logiken. Lukas Jakob versteht seine Sammlung als Spiegel einer gegenwärtigen Lebenshaltung und als Einladung, zeitgenössische Kunst über persönliche Zugänge und gemeinsame Fragestellungen zu erschließen. Der/die Antiheld:in fungiert dabei als verbindendes Prinzip zwischen Künstler:innen, Sammlung und Publikum. Im Fokus stehen Arbeiten, die auf heroische Erzählungen und große Gesten verzichten und stattdessen Zweifel, Verletzlichkeit, Widersprüchlichkeit und fragiles Scheitern in den Vordergrund rücken. Angeregt durch Überlegungen zu postheroischem Heroismus, unter anderem von Ulrich Bröckling, fragt die Ausstellung, welche Formen von Orientierung Kunst heute in einer von Krisen, Beschleunigung, Unsicherheit und dem Erstarken autoritärer Kräfte geprägten Welt anbieten kann. Ein konzeptueller Bezugspunkt ist der Roman The Vegetarian von Han Kang. Dessen Protagonistin widersetzt sich ihrer Umwelt nicht durch Stärke oder entschlossenes Handeln, sondern durch Rückzug und Verweigerung. Dieses antiheroische Moment entfaltet sich in der Ausstellung in fünf thematischen Kapiteln, ergänzt durch einen Archiv- und Vermittlungsraum mit einer Anti-Heroes Library sowie einen abschließenden Prolog.
 

Die Ausstellung vereint Arbeiten von Joschua Yesni Arnaut, Fabio Baroli, Miriam Cahn, Boris De Beijer, Neckar Doll, Natacha Donzé, Marina Faust, Evgenij Gottfried, Jasmine Gregory, Katharina Grosse, Constantin Hartenstein, Roni Horn, Rindon Johnson, Aneta Kajzer, Julian-Jakob Kneer, Schirin Kretschmann, Erica Lambertson, Thomas Liu Le Lann, Annette Merkenthaler, Lucas Muñoz Muñoz, Michael Sailstorfer, Tobias Spichtig, Gabriella Torres-Ferrer, Raphaela Vogel, Jaime Welsh und Karla Zipfel. Der überwiegende Teil der Werke stammt aus der Sammlung Jakob und wird durch wenige Leihgaben ergänzt. Zwischen Selbstinszenierung und Scheitern, Macht und Ohnmacht, Sichtbarkeit und Rückzug entfaltet sich ein Ensemble erschöpfter, widersprüchlicher und vulnerabler Positionen. Bedeutung entsteht hier dort, wo klassische Heldenfiguren scheitern und im Antiheroischen neue Formen von Nähe, Erkenntnis und Verantwortung möglich werden.
 

In zwei Räumen der Ausstellung präsentiert Grischa Hyazinth Kaczmarek eine eigenständige Werkgruppe, die während seiner Zeit als Stipendiat des ESSLINGER BAHNWÄRTER-Stipendiums entstanden ist. Darin setzt er sich mit Geschlecht, Männlichkeit und gesellschaftlichen Rollenerwartungen auseinander – häufig mit Bezügen zur Alltags- und Popkultur.
 

ERÖFFNUNG
7. März 2026, 17:00 Uhr, Eintritt frei

 

AUSSTELLUNG
8. März – 7. Juni 2026

 

ÖFFNUNGSZEITEN
Mi, Do, Fr: 10–18 Uhr
Do: 14–20 Uhr
Sa, So & Feiertage: 11–18 Uhr

 

Villa Merkel - Galerie der Stadt Esslingen am Neckar
Pulverwiesen 25
73726 Esslingen am Neckar
Deutschland

 

PRESSE
Download
 

www.villa-merkel.de

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