In unterschiedlichen Spannungsfeldern zwischen Malerei, Skulptur, Fotografie, Installation und Medienkunst untersucht die Sammlung Jakob aktuelle Gegenwartskunst auf regionaler und internationaler Ebene. Die Sammlung umfasst aktuell 34 künstlerische Positionen in ca. 100 Werken. Mit neuen Ankäufen der Gegenwartskunst wird die Sammlung stetig erweitert und durch eine Fachbibliothek mit einem Bestand aus ca. 200 Bänden ergänzt.

Zu den Schwerpunkten gehören Malerei, Contemporary Art und installative Medienkunst aus Berlin ab den 2000er Jahren, so zum Beispiel Christian Perdix. Darüber hinaus finden sich umfangreiche Werkbestände von einzelnen Künstlerpersönlichkeiten, wie beispielsweise von Heike Endemann und Miguel Andrés. Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung Jakob fokussiert das Werk weiblicher Künstlerinnen, wie u.a. Katharina Grosse, Annette Merkenthaler und Isa Genzken, deren Werke einen Bogen von der Abstraktion bis hin zu radikaler Bildhauerei spannen. Die Werke vernetzen sich in einem komplexen, konzeptionellen Dialog in analog und digital über Regionalisierung und Globalisierung, Körper und Sozialisation, Umwelt und Gesellschaftspolitik der Gegenwart.


Ziel der Sammlung sind der stetige Ausbau, die Pflege und Bewahrung des Bestands. In jährlich stattfindenden themenspezifischen Ausstellungen werden die Exponate der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Teile der Sammlung werden dauerhaft in den privaten Wohnräumen präsentiert. Es werden zudem durch themenspezifische Videos in der Serie HOMEVIEW und Podcasts in der Serie TALK, künstlerische Inhalte auf Instagram produziert und vermittelt.

Paul Ahl

Miguel Andrés

Maria Antelman
Fábio Baroli
Boris de Beijer

Karoline Bröckel
Ramazan Can
Heike Endemann
Ryan Foerster
Isa Genzken
Ev Grüger

Katharina Grosse

Ottmar Hörl
Roni Horn
Horst Jakobi
Rindon Johnson
Hartmut Klatt
Schirin Kretschmann

Nina Könnemann
Paul Kneale
Erica Lambertson
Sonia Leimer & 

Nino Sekhnishvili
Annette Merkenthaler

Anna Lindner

Gerda Maise
Jürgen Oschwald

Christian Perdix

Michael Rausch

Michael Sailstorfer

Regina Sawicki

Nora Schattauer

Astrid Seme

Uta Zaumseil

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Miguel Andrés

 

geb. 1982 in Yecla, Spanien, lebt und arbeitet in Barcelona, Spanien

Der Performance- und Videokünstler Miguel Andrés bezeichnet seinen Körper als Pinsel und Leinwand zugleich, als Waffe der Kommunikation. In seinen Arbeiten nutzt er ihn als Medium der Selbstentfaltung und -konfrontation mit sich und uns im Rahmen hochaktueller, identitärer, politischer und gesellschaftlicher Themen.

In seiner sakral inszenierten, ruhigen Videoarbeit „Radicalization“ [06:06 min] von 2019 setzt MA sich mit der Radikalisierung junger Menschen muslimischer Herkunft auseinander, die infolge der Islamophobie durch Ausgrenzung und Stigmatisierung den Versprechungen des islamischen Kalifats ausgesetzt sind.